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	<title>mels blog &#187; Martina Voss</title>
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		<title>Warten auf das Coming-Out &#8211; Homosexualität im Frauenfußball</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Jun 2009 19:02:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MeL</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Inka Grings]]></category>
		<category><![CDATA[Linda Bresonik]]></category>
		<category><![CDATA[Martina Voss]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass es viele lesbische Fußballerinnen gibt, ist ein offenes Geheimnis. Schätzungen zufolge liegt die Quote lesbischer und bisexueller Spielerinnen in den meisten Frauenmannschaften - einschließlich der Nationalmannschaft - sogar deutlich höher als die Quote heterosexueller Spielerinnnen. Ein prominentes Coming-Out, unter Umständen sogar einer Nationalspielerin, hat es jedoch bisher noch nicht gegeben.

Bereits vor einem Jahr ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass es viele lesbische Fußballerinnen gibt, ist ein offenes Geheimnis. Schätzungen zufolge liegt die Quote lesbischer und bisexueller Spielerinnen in den meisten Frauenmannschaften &#8211; einschließlich der Nationalmannschaft &#8211; sogar deutlich höher als die Quote heterosexueller Spielerinnnen. Ein prominentes Coming-Out, unter Umständen sogar einer Nationalspielerin, hat es jedoch bisher noch nicht gegeben.</p>
<p>Bereits vor einem Jahr widmete der Sportsender DSF dem Thema Homosexualität im Fußball einen Beitrag, in dem u.a. die ehemalige Bundesligaspielerin Tanja Walther-Ahrens zu Wort kam. In einer Nachfolgesendung mit dem Titel <a href="http://www.youtube.com/watch?v=B1FJ2jLfdV8">&#8220;Tabubruch &#8211; Der neue Weg von Homosexualität im Fußball&#8221;</a>, die vom DSF im Mai ausgestrahlt wurde, äußern sich nun auch die aktuellen Nationalspielerinnen Linda Bresonik und Inka Grings zu den möglichen Gründen für das bisher ausgebliebene Coming-Out.</p>
<div style="text-align: center;"><a href="http://i389.photobucket.com/albums/oo337/mel_eurout/Everything%20MeL/blog/bresonik_grings.jpg" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}"><img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 351px; height: 127px;" src="http://i389.photobucket.com/albums/oo337/mel_eurout/Everything%20MeL/blog/bresonik_grings.jpg" border="0" alt="" /></a>Linda Bresonik (links) und Inka Grings</div>
<p><span class="fullpost"><br />
Für die beiden hat die fehlende Offenheit prominenter Spielerinnen viel mit dem Wunsch nach Privatsphäre und der Angst vor der Sensationsgier der Medien zu tun. Und sie müssen es wissen, schließlich wurde ihre Beziehung unfreiwillig von der Bild-Zeitung geoutet. Zum Hintergrund: Vor einigen Jahren trennte sich Inka Grings von Linda Bresonik und ging eine Beziehung mit dem ehemaligen Bundesliga- und Nationalspieler Holger Fach ein. Nachdem diese Beziehung endete, wurden Holger Fach und Linda Bresonik ein Paar. Für die Boulevard-Presse, allen voran die Bild-Zeitung, war dieses <a href="http://www.bild.de/BTO/sport/aktuell/2006/02/10/fach-liebes-dreieck-bizarr/fach-liebes-dreieck-bizarr.html">&#8220;Liebes-Dreieck&#8221;</a> natürlich ein gefundenes Fressen.</span></p>
<p>Neben Inka Grings und Linda Bresonik äußert sich auch die Trainerin der beiden beim DFB- und UEFA-Pokalsieger FCR 2001 Duisburg, Martina Voss, vor der Kamera. Ihre Nationalmannschaftskarriere endete 2000 abrupt, als sie nach einem Streit mit ihrer damaligen Freundin Inka Grings unter einem Vorwand ein Trainingslager verließ. Obwohl sie Trainerin Tina Theune-Meyer die Notlüge beichtete, wurde sie danach nicht mehr in die Nationalauswahl berufen. Angeblich &#8211; so spekulierte zumindest der <a href="http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,324932-3,00.html">Spiegel im Jahr 2004</a> &#8211; habe sie mit ihrer Offenheit gegen das ungeschriebene Gesetz des DFB verstoßen, dass die Homosexualität der Spielerinnen geduldet werde, solange sie nicht zum öffentlichen Thema oder Ärgernis wird. Martina Voss freut sich daher besonders über die wachsende Offenheit, mit der sich der DFB in den letzten Jahren unter Präsident Theo Zwanziger dem Thema Homosexualität im Fußball widmet, und wünscht sich von den betreffenden Spielern und Spielerinnen ebenfalls mehr Mut zur Offenheit.</p>
<div style="text-align: center;"><a href="http://i389.photobucket.com/albums/oo337/mel_eurout/Everything%20MeL/blog/martinavoss_1.jpg" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}"><img class="aligncenter size-full wp-image-188" title="martinavoss_1" src="http://www.melsblog.de/wp-content/uploads/2009/07/martinavoss_1.jpg" alt="martinavoss_1" width="220" height="165" /></a>Martina Voss</div>
<p>Was die Dokumentation geflissentlich und vielleicht auch aus gutem Grund verschweigt: Martina Voss hat vor einigen Jahren in einem <a href="http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?id=27636666&amp;top=SPIEGEL">Spiegel-Interview</a> erklärt, dass sie auf Männer steht, und Linda Bresonik ist noch immer mit Holger Fach liiert. Das allein disqualifiziert sie zwar natürlich nicht, sich zu diesem Thema zu äußern. Und vielleicht ist es auch gerade dieser in der Presse so öffentlich gemachten Situation zu verdanken, dass die drei Frauen sich überhaupt so offen vor der Kamera äußern können. Trotzdem: Das beste Beispiel für das Thema Homosexualität im Fußball geben gerade sie damit nicht ab.</p>
<p>Das Warten auf ein Coming-Out einer prominenten Spielerin, die Frauen &#8211; und nur Frauen &#8211; liebt, geht also weiter.</p>
<p><em>Update (Juli 2010): Mit Torfrau Ursula Holl hat jetzt eine Spielerin den Anfang gemacht. Den Artikel dazu gibt&#8217;s <a href="http://www.melsblog.de/2010/07/outing-ursula-holl/" target="_blank">hier</a>.</em></p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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