Uschi liebt Carina – und das ist auch gut so
Der Tabubruch im deutschen Fußball geschah ganz unauffällig und fast ohne Schlagzeilen, was insbesondere am Zeitpunkt gelegen haben dürfte. Denn als sich Welt- und Europameisterin Ursula Holl, derzeit die Nr. 2 im deutschen Tor hinter Nadine Angerer, und ihre Lebensgefährtin Carina am 18. Juni in einem Kölner Standesamt “verpartnerten”, vergeigte die Männermannschaft gerade ihre zweites WM-Vorrundenspiel gegen Serbien und lieferte damit den Medien und insbesondere der Boulevardpresse ausreichend Schlagzeilen für die nächste Ausgabe.

Nationaltorhüterin Ursula Holl
Dabei lag der Tabubruch weniger darin, dass sich Ursula Holl überhaupt “getraut” hatte, sondern dass sie darüber gesprochen hat, und zwar mit der Presse. Denn dass es im Frauenfußball viele Frauen gibt, die (auch) Frauen lieben, ist zwar ein offenes Geheimnis, darüber reden mochte bisher allerdings keine – und dass, obwohl die Zeiten, in der für soviel Offenheit mit Repressionen seitens des DFB zu rechnen war, zum Glück vorbei sind.
Wieviel die Bekenntnisse des DFB, allen voran seines Präsidenten Theo Zwanziger, zu Offenheit und Toleranz im Fußball tatsächlich wert sind, wird sich zwar wahrscheinlich erst zeigen, wenn ein Outing mal mehr Schlagzeilen macht oder eine geoutete Spielerin von Zuschauern oder der gegnerischen Mannschaft angefeindet werden sollte. Was den Bundesliga-Betrieb angeht, ist das zum Glück allerdings nicht zu erwarten – zumal Ursula Holl, die zur Zeit für den FCR 2001 Duisburg spielt, in der nächsten Saison nicht die einzige geoutete Spielerin sein wird: Der 1. FFC Frankfurt hat für zwei Jahre die schwedische Nationalspielerin Jessica Landström verpflichtet, die schon 2008 in einem Interview mit einer schwedischen Zeitschrift über ihre Beziehung mit ihrer Lebensgefährtin gesprochen hatte.
Ob sich auch andere Spielerinnen oder vielleicht sogar Spieler an der Offenheit von Ursula Holl oder auch Jessica Landström ein Beispiel nehmen, bleibt abzuwarten. Schön wär’s ja – und wie man sieht muss es auch gar nicht wehtun.
Tags: Jessica Landström, Ursula Holl
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Ich muss ja zugeben mein sogenannter Gaydar ist wirklich kaum zu gebrauchen und fast gar nicht vorhanden, aber bei Uschi Holl schlug er dann doch schonmal aus, zumal wir ja öfters die Duisburger Spiele sehen.
Aber ist doch schön für Sie, ich könnte mir zwar romantischeres vorstellen als während meiner eigenen Hochzeit ein Fußballspiel halb mit zu verfolgen (nicht das meine Freundin das nicht auch bringen würde), aber schön. Ob das nun der erste große Schritt ist …. scheinbar nicht. Ich denke die meisten warten ja auch eher auf die Herren wo das Geheimnis nicht so offen ist.
Ich muss zugeben dass ich sie nicht wirklich auf dem Zettel hatte, dazu habe ich sie auch zu selten spielen sehen.
Für mich wäre das auch nichts, bei meiner Hochzeit Fußball zu gucken, aber wenn die Liebste fußballbegeistert ist, dann gehört das wohl dazu. Als Hochzeitsgeschenk hätten die Jungs aber wenigstens gewinnen können.