Finaaale, oh ho! Deutsche Fußballerinnen kämpfen sich ins EM-Endspiel
Ein bekanntes Zitat besagt, dass Fußball ein einfaches Spiel ist: 22 Männer (bzw. natürlich Frauen) jagen 90 Minuten einem Ball nach, und am Ende gewinnen die Deutschen.

Bejubelt ihren Torerfolg: Simone Laudehr
Von dieser Weisheit durften sich am heutigen Abend auch die norwegischen Fußballfrauen überzeugen. Sah es nach der ersten Halbzeit noch sehr gut aus für das Team aus dem hohen Norden, hatten sie am Ende des EM-Halbfinales, welches in diesem Fall erst nach knapp 93 Minuten kam, doch wieder das Nachsehen. Nach einer schwachen ersten Halbzeit, in der sie schon nach 10 Minuten durch ein Tor von Isabell Herlovsen mit 0:1 in Rückstand gerieten, gelang es den Deutschen, das Spiel doch noch zu drehen und sich die Chancen auf eine Titelverteidigung – den fünften EM-Titel in Folge und den siebten insgesamt - zu bewahren.

Beim 1:0 von Herlovsen hat die deutsche Abwehr noch das Nachsehen
Im Mittelpunkt standen dabei die “Youngsters”, allen voran die eingewechselten Simone Laudehr und Celia Okoyino da Mbabi. Insbesondere Laudehr brachte in der zweiten Halbzeit Schwung ins Mittelfeld und belohnte sich schließlich selbst mit dem erlösenden Ausgleich in der 59. Minute, als sie nach einer Hereingabe von Melanie Behringer plötzlich ungehindert vor dem Tor zum Schuss kam. In den anschließenden Torjubel legte die 23-jährige Duisburgerin ersichtlich eine ganze Menge Frust, der sich in ihr aufgestaut hatte, nachdem sie verletzungsbedingt während des bisherigen Turniers viel Zeit auf der Bank hatte verbringen müssen.
Für das vorentscheidende 2:1 sorgte nur zwei Minuten später die ebenfalls stark spielende Celia Okoyino da Mbabi, die eine Flanke von Laudehr per Kopfball unhaltbar für Torfrau Ingrid Hjelmseth im norwegischen Tor versenkte.

Celia Okoyino da Mbabi bejubelt das 2:1
In der Folge erspielten sich die Norwegerinnen noch die ein oder andere Chance, unter anderem musste Nadine Angerer in der 71. Minute einen Fernschuss von Cecilie Pedersen abwehren, den sie von der Seite scharf vor das deutsche Tor zog. Insgesamt dominierten jedoch nun die Deutschen das Spiel und erspielten sich auch weitere Chancen, die jedoch ungenutzt blieben. Erst in der Nachspielzeit staubte Fatmire Bajramaj zum 3:1 ab, nachdem zuvor sowohl Inka Grings als auch Birgit Prinz an der Torfrau bzw. der norwegischen Abwehr gescheitert waren.

Blieb erneut ohne Torerfolg: Birgit Prinz
Nach dem schwachen letzten Gruppenspiel gegen Island, das durch ein Tor von Inka Grings glücklich mit 1:0 gewonnen werden konnte, und einem knappen, wenn auch verdienten 2:1 im Viertelfinale gegen Italien, hat sich die deutsche Mannschaft mit der starken zweiten Halbzeit nicht nur in dieses Halbfinale, sondern auch ein bißchen wieder ins Turnier zurückgekämpft und ihren Anspruch auf den Titel eindrucksvoll unterstrichen.
Einziger Wermutstropfen: Nach dem Ausfall von Ariane Hingst, die sich im Viertelfinale das Knie verletzt hatte und mit einem Meniskus- und Knorpelschaden das Turnier vorzeitig beenden musste, verletzte sich kurz vor der Pause eine weitere wichtige Spielerin. Linda Bresonik zog sich eine Kapselverletzung am linken Sprunggelenk zu und dürfte damit ebenfalls im Finale ausfallen.

Gedankenversunken nach dem Spiel: Bundestrainerin Silvia Neid
Im Finale am Donnerstag (18 Uhr, ZDF) geht es nun gegen die Frauen aus England, die im Halbfinale am Sonntag durch einen Treffer in der Verlängerung die Mannschaft aus den Niederlanden knapp mit 2:1 besiegen konnten.
Und vielleicht lassen sich die Engländerinnen ja von obigem Zitat beeindrucken. Das soll schließlich von Gary Lineker stammen, und der ist immerhin ein englisches Fußball-Idol.
Tags: Inka Grings, Linda Bresonik
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I’m sorry I didn’t understand most of this BUT I did like Birgit Prinz arm band. Very important cause!!